Die richtige Tauchermaske finden
Eine gute Tauchermaske sitzt dicht und drückt nicht. Hier liest du, worauf du beim Kauf achtest und wie du typische Fehler vermeidest.
Eine Tauchermaske – oft auch Taucherbrille genannt – ist dein Fenster zur Unterwasserwelt. Sitzt sie nicht richtig oder läuft ständig voll, ist der Spaß schnell vorbei. Deshalb lohnt sich bei der Maske eigene Ausrüstung ganz besonders: eine Maske, die zu deinem Gesicht passt und die du kennst.
1. Die Passform
Die Passform ist das Wichtigste. Die Maske muss dicht am Gesicht anliegen, ohne Spalten und ohne zu drücken.
Der Saugtest: Halte die Maske ohne Band ans Gesicht, atme leicht durch die Nase ein und nimm die Hände weg. Bleibt sie von selbst haften, passt sie. Achte außerdem darauf, dass der Maskenkörper gleichmäßig aufliegt und keine Druckstellen hinterlässt.
2. Das Material
Gute Masken haben einen Maskenkörper aus weichem Silikon. Er passt sich dem Gesicht an, bleibt lange elastisch und dichtet zuverlässig ab. Masken aus hartem Kunststoff werden schnell undicht. Transparentes Silikon macht das Sichtfeld heller, schwarzes reduziert Spiegelungen.
3. Einglas oder Zweiglas
- Einglasmasken bieten ein weites, durchgehendes Sichtfeld ohne Steg in der Mitte.
- Zweiglasmasken haben zwei getrennte Gläser – für viele Modelle gibt es optische Gläser mit Sehstärke.
4. Das Volumen
Je kleiner der Raum zwischen Gesicht und Glas, desto weniger Luft brauchst du für den Druckausgleich in der Maske und desto leichter lässt sie sich ausblasen.
5. Maskenband und Schnallen
Das Band sollte breit und gut verstellbar sein. Die Schnallen lassen sich im Idealfall auch mit Handschuhen bedienen – in den kalten Seen in NRW ein echter Vorteil.
6. Gehärtetes Glas
Achte auf „Tempered Glass“: Gehärtetes Sicherheitsglas zerfällt bei einem Bruch in kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Splitter. Meist ist es auf dem Glas gekennzeichnet.
7. Für Brillenträger
Mit Brille musst du unter Wasser nicht auf scharfe Sicht verzichten: Für viele Zweiglasmasken gibt es optische Gläser in verschiedenen Stärken. Kontaktlinsen funktionieren ebenfalls, solange die Maske dicht ist.
So bleibt deine Maske lange gut
- Vor dem ersten Einsatz: Neue Masken haben einen Film auf dem Glas, der zum Beschlagen führt. Reinige das Glas mit milder Zahnpasta ohne Schleifpartikel oder einem Maskenreiniger – nicht bei beschichteten Gläsern.
- Gegen Beschlagen: vor jedem Tauchgang Antibeschlagmittel oder etwas Spucke verreiben und kurz ausspülen.
- Nach dem Tauchen: mit Süßwasser abspülen und an der Luft trocknen lassen.
- Aufbewahrung: in einer Maskenbox, geschützt vor Sonne und Hitze.
Beratung: Bei uns in Oberhausen nehmen wir uns Zeit, damit du eine Maske findest, die wirklich passt – vor dem Kurs oder für deinen nächsten Tauchurlaub. Und der nächste Schritt? Der Open Water Diver.
Tauchermaske anprobieren: so gehst du vor
Nimm dir für die Anprobe Zeit. Streich zuerst die Haare aus dem Gesicht, denn schon eine Strähne unter dem Rand lässt Wasser herein. Dann machst du den Saugtest. Probiere die Tauchermaske außerdem mit einem Mundstück im Mund an, weil sich dein Gesicht dadurch etwas verändert.
Achte zudem auf den Nasenerker. Du musst ihn gut greifen können, auch mit Handschuhen. Nur so klappt der Druckausgleich in den Ohren schnell und sicher. Bartträger haben es etwas schwerer, trotzdem hilft ein weicher, breiter Dichtrand.
Typische Fehler beim Maskenkauf
- Optik vor Passform: Die schönste Maske nützt nichts, wenn sie nicht dicht ist.
- Band zu fest: Ein straffes Band drückt und macht die Maske nicht dichter. Die Abdichtung kommt vom Wasserdruck.
- Vollgesichts-Schnorchelmaske: Sie ist nur für die Oberfläche gedacht. Zum Gerätetauchen ist sie nicht geeignet.
- Kein gehärtetes Glas: Ohne „Tempered Glass“ fehlt die Sicherheit bei einem Bruch.
Bist du unsicher, bring deine Maske einfach zum Kurs mit. Dann schauen wir gemeinsam, ob sie passt.
Maske beschlägt? Ursachen und Lösungen
Eine beschlagene Maske hat meist einfache Gründe. Atmest du durch die Nase aus, kommt warme, feuchte Luft an das kalte Glas. Gerade in den kühlen Seen in NRW beschlägt die Maske deshalb schneller. Atme also durch den Mund aus, solange du die Maske nicht ausgleichen musst.
Fass außerdem nicht mit den Fingern auf die Innenseite. Hautfett fördert das Beschlagen. Und spül das Antibeschlagmittel nur kurz aus, damit ein dünner Film auf dem Glas bleibt.
Weitere Fragen zur Tauchermaske
Wenn sie aus Silikon ist, gehärtetes Glas hat, die Nase umschließt und dicht sitzt, ja. Eine Vollgesichts-Schnorchelmaske eignet sich dagegen nicht zum Tauchen.
Eine feste Frist gibt es nicht. Wird das Silikon hart oder rissig oder das Band porös, ist es Zeit für eine neue Maske. Mit guter Pflege hält sie viele Jahre.
Dann fehlt der Druckausgleich in der Maske. Atme einfach etwas durch die Nase in die Maske aus. Danach lässt der Druck sofort nach.
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